Die schlechte Nachricht: Das DJBC steht immer noch am Anfang von Woche 4. Seit knapp einem Monat nun. Mir fehlt es an der nötigen Motivation, das Programm fortzuführen.

Die gute Nachricht: Wenn ich von fehlender Motivation spreche, meine ich fehlenden Leidensdruck – fehlendes oder ungenügendes Sexleben ist, was mich motiviert, mich in den sozialen Künsten weiterzubilden. Wie bereits erwähnt, fehlt diese Motivation, was im Umkehrschluss bedeutet, dass ich auf sexueller Ebene momentan sehr zufrieden und zugleich auch sehr ausgelastet bin. Genauer gesagt erlebe ich momentan sehr aufregende Dinge und durfte feststellen, dass der Sex, den ich beispielsweise in meiner letzten Beziehung hatte, einfach … ungenügend war.

Ich habe gelernt, dass Frau ebenso viel Spaß an Sex haben kann, wie Mann. Ich habe gelernt, dass Frau ebenso oft (und auch öfter) Sex haben möchte, wie Mann. Und ich habe gelernt, dass all dies wohl von zweierlei Dingen abhängt:

Zum einen von der Frau selbst – da gibt es sexuelle und eben weniger sexuelle Wesen. Ist wohl einfach charakterlich und wohl auch köperlich bedingt. Aber ganz grundsätzlich nehme ich einfach mal an, dass Frau Spaß am Sex hat.

Und zum anderen von etwas, was ich sexuelle Kompatibilität nennen möchte. Sex macht man mit Penis und Vagina. Diese Körperteile gibt es in verschiedensten Ausführungen, und wenn man diesen Gedanken konsequent zu Ende denkt, kommt man zwangsläufig zum Schluss, dass die mal richtig toll und auch mal gar nicht zueinander (respektive ineinander) passen können.

Ich glaube, ich habe während meines Aufenthaltes hier erfahren dürfen, dass, je besser diese sexuelle Kompatibilität ausfällt, desto aufregender und toller fällt auch der Beischlaf aus. Es ist nicht so, dass ich mich durch die Uni schlafe. Nein. Vielmehr bezieht sich die ganze Geschichte auf nur eine Frau. Und die Tatsache, dass ich mit dieser des öfteren mein Bett teile, lässt sich auch nicht direkt auf meine Pick-Up-Bemühungen zurück führen. Kein Cold Approach. Über den Social Circle kennen gelernt. Erster Schritt von ihr, da sie ja in einer Beziehung steckt. Und sie tut es immer noch – die Sache läuft immer noch im Geheimen.

Aber immerhin ein recht solides Game in Sachen sexuelle Eskalation. Und anscheinend habe ich auch in Sachen Social Skills einiges richtig gemacht, wenn sie dermaßen attracted wird, obwohl sie in einer Beziehung steckt.

Dass die Sache in fünf Wochen vorbei sein wird, weil ich dann wieder den Heimflug antrete, ist traurig. Aber ich kann für mich ein paar ganz elementare Dinge mitnehmen: Das was ich weiter oben schon geschrieben habe. Und die Einstellung, dass ich mich, sobald ich wieder daheim bin, definitiv nicht auf die erstbeste Gelegenheit zu einer LTR einlassen werde. Ich suche schon nach einer LTR – aber mir wurden hier die Augen geöffnet, wie gut es auf sexueller Ebene laufen kann. Und nach etwas Vergleichbarem werde ich auch in Deutschland suchen.

Ergo: Das DJBC ist nicht tot. Ganz im Gegenteil. In Deutschland wird weiter gegamed. Die Motivation dazu nehme ich mir ja hier mit. Und überhaupt – im Grunde ist die ganze Sache hier doch unheimlich toll. Warum also nicht genießen, auch wenn ich meine persönlichen Fortschritte (um ein paar Monate) zurückstelle?

An die gemeinsame Fahrt auf der Interstate 91 werde ich jedenfalls noch lange, lange zurückdenken.

Ich mag die Staaten.