Wieder einmal Monate der Abstinenz. Dies ist erste Eintrag seit Wochen eher mäßiger bishin zu quasi nicht vorhandener Beschäftigung mit dem Thema Pick Up. Was die Geschichte betrifft, die meine Motivation für den letzten Blogeintrag war: Die hat sich zum Guten gewendet. Es gab danach wenig Anlass zur Beschwerde bis zur Abreise. Und viel Sex. Auch daheim war mir dann vergönnt, das ein oder andere Mal mein Bett zu teilen – es war ein nicht unbedingt nahtloser Übergang, aber einer, der durchaus auszuhalten war. Kein Abbremsen von 100 auf 0. Das lässt sich aber weniger durch lobenswerte Anstrengungen auf meiner Seite erklären als vielmehr durch pures Glück, und die leider eher wenig planbare Tatsache, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein. Ein, zwei alte Sachen aufgewärmt. Einmal ‘getting lucky’ wie’s extremer nicht geht. Alles dem Zufall überlassen. Nicht steuernd eingegriffen. Zu genügsam, zu faul. Es lief doch. Irgendwie.

Jetzt tut’s das nicht mehr. Die Trümpfe aus der Vergangenheit sind ausgespielt, und das Glück offenbar überstrapaziert. Was bleibt ist ein zu leeres Bett und auch ein Gefühl der Leere in mir selbst. Ich will wieder spannendes Erleben, will mich auf gemeinsame Zeit freuen können, will beim Gedanken an gestern Nacht Gänsehaut kriegen, will am Morgen danach völlig übermüdet und mit fetten Grinsen in der Bahn sitzen, will deutlich mehr Frauen in meinem Leben haben, als das Momentan der Fall ist. Oh, und ich will Sex.

Sinn und Zweck dieses Eintrags: Gedankenentrümpelung, Neufokussierung, Generalplanung.

Wohin der Weg führen soll, ist mir im Groben klar, das habe ich bereits weiter oben niedergeschrieben: zu mehr Frauen, zu mehr Sex und zu dem Gefühl, was den zwischenmenschlichen Aspekt meines Lebens angeht, nicht mehr still zu stehen, sondern mich aktiv zu entwickeln. Ob das nun auf diverse Bettgeschichten oder die große Liebe hinausläuft, ist vorerst sekundär.

Wie dieser Weg denn letztendlich aussehen wird, ist mir hingegen noch schleierhaft. Der wird sich hoffentlich im Laufe der Zeit immer mehr offenbaren. Erste Schritte lassen sich jedoch auf jeden Fall setzen. Scheißegal, in welche Richtung. Einen ersten Schritt. Irgendwas. Alles besser als nichts zu tun, wie das momentan der Fall ist.

Auf den Punkt gebracht: Ich weiß wo ich hin will. Der Weg – oder vielmehr die nächsten Schritte müssen also geplant werden und vor allen Dingen: ich muss die Schritte auch gehen.

Was die Planung betrifft: Ich muss mir gezielt Material suchen, das auf meine neuen, unmittelbaren Herausforderungen gut zugeschnitten ist. Das genau darauf eingeht, wohin es geht und wie ich Hindernisse überwinden kann.

Das erste Etappenziel ist ganz klar der Approach. Er steht am Anfang von allem. Ohne ihn bin ich auf ewig nur dem Zufall ausgeliefert. Den Approach zu meistern ist eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Herausforderung auf dem Weg zu PUA. Oder wie auch immer man sich schimpfen möchte.

Und kein Thema hat mir bisher solche immensen Schwierigkeiten bereitet wie der Approach. Kino, Escalation, Closing – läuft. C&F und Smalltalk machen immerhin Fortschritte. Und noch tausend andere Dinge: Alles läuft besser als der (Cold) Approach. Hier wartet ein unheimlich hartes Stück Arbeit auf mich. Aber eines, und das haben mir meine Erfahrungen mit dem DJBC in den USA gezeigt, das machbar und nicht so unüberwindbar ist, wie es anfangs scheint. Es dreht sich mal wieder darum, sich an den Eiern zu packen und was zu tun.

Dass sich das lohnt steht außer Frage. Wie vielen hübschen Mädels begegnet man am Tag? Wie oft könnte man sich ohne weiteres vorstellen, mit einem dieser gar entzückenden Wesen eine oder zwei oder zweitausend Nächte zu verbringen? Wie oft lässt man diese Chance ungenutzt? Tut nichts? Bleibt sitzen oder stehen, klammert sich unbewusst an die irrsinnige Hoffnung, irgendwas könnte geschehen. Vielleicht spricht sie einen ja an! Oder so. Vielleicht. Könnte ja sein. Weil sie sich in den Typen, der da ohne die Eier um sie anzusprechen in der Ecke steht, unsterblich verliebt hat. Einfach so. Ohne dass er was tun muss.

Sowas passiert nicht. Es passiert gar nichts, wenn man nicht selbst aktiv wird. Ich stecke in meiner Entwicklung fest, auf immer und ewig fest, wenn ich an dieser Stelle keine Initiative ergreife und lerne, auf Frauen zuzugehen. Ich werde mich auf immer und ewig auf den Zufall und auf mein Glück verlassen müssen, wenn es darum geht, Frauen kennenzulernen, die ich interessant und attraktiv finde. Zufall und Glück sind nicht steuerbar. Es kann Jahre dauern, bis etwas passiert – und das sind Jahre meines Lebens, die ich vergeude und in denen ich auf unglaublich vieles verzichte, was das Leben schön macht. Was das Leben ausmacht.

Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen und nicht darauf zu bauen, dass andere dafür Sorge zu tragen haben, dass es besser wird – das ist einer der grundlegenden Gedanken in FFDA (mehr dazu weiter unten) und – wie ich finde – auch eine grundlegende Wahrheit im Leben generell.

Es wird klar, dass es für mich nichts dringlicheres geben darf, als diesen Bereich meines Lebens in den Griff zu bekommen. Anders kann ich nicht dem Zufall entkommen, wenn es um die Planung meiner Zukunft geht. Ich muss anfangen, die Verantwortung für mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Und das heißt in erster Konsequenz konkret: Ich muss den Approach lernen und meistern.

Wenn ich weiter oben von Material geschrieben habe, mit dem ich mich beschäftigen möchte, dann meine ich vor allem drei Dinge:

Das sind die drei Ressourcen mit denen ich vorerst arbeiten will. Ich habe bereits deutliche Übereinstimmungen zwischen FFDA und AWSC entdeckt – was mich bestärkt, beide parallel zu nutzen. Kurz gesagt: Beide behandeln, so weit ich das jetzt bereits überblicken kann, in der Hauptsache die Angst an sich. Das ist in meinem ganz konkreten Fall natürlich die Angst vor dem Ansprechen (Approach Anxiety bzw. AA), und AWSC geht auch direkt darauf ein, während FFDA die Thematik auf einer abstrakteren Ebene behandelt. Allerdings tauchen dort sehr interessante Konzepte auf, die mich  stark zum Weiterlesen motivieren – etwa das der schrittweisen Erweiterung der eigenen Comfort Zone oder die Entwicklung von Glaubenssätzen/Affirmationen. Ich glaube, FFDA und AWSC ergänzen sich gut, was das Handling der AA betrifft. Und das DJBC ist und bleibt ja die Ressource schlechthin, wenn es darum geht praktisch tätig zu werden.

Ich nehme mir vor, diese Ressourcen durchzuarbeiten und daraus einen Plan für meine nächsten Schritte zu erstellen. Eventuell erweitere ich das DJBC; das wird davon abhängen, welche Erkenntnisse ich in FFDA und AWSC gewinne. Aber grundsätzlich habe ich das Gefühl, mit diesen drei Materialien ein gutes Fundament legen zu können.

Meine letzten Urlaubstage verbratend habe ich das kommende Wochenende zu einem um zwei Tage verlängerten gemacht. Zeit genug, um mich intensiv der Lektüre der Materialien widmen zu können und einen Plan davon zu kriegen, wie ich weiter vorzugehen habe. Einen Trainingsplan für soziale Interaktion, quasi. Commitment an dieser Stelle: Bis nächsten Dienstag (also in 6 Tagen) will ich FFDA durchgelesen haben und zumindest Teil 1 von 6 von AWSC angehört haben. Es wird ein weiterer Blogeintrag folgen, in dem ich interessante Erkenntnisse, die ich gegebenenfalls dabei gewonnen habe, skizzieren und mein weiteres Vorgehen festhalten werde.

Grundsätzlich ist angedacht, das DJBC zu starten und der aufkommenden AA mit den Übungen und Erkenntnissen aus FFDA und AWSC entgegen zu treten. Der Schwerpunkt soll eindeutig auf der Praxis liegen – ich habe in den paar Wochen während des DJBC in den USA so viel gelernt und mich so stark entwickelt wie noch nie zuvor in Jahren des (fast) ausschließlichen Theoriekonsums (im Grunde war das quasi ein einziger Stillstand). Also: Praxis! Machen! Und ganz gezielter Einsatz von Theorie, die genau auf die Probleme zugeschnitten ist, die sich mir momentan stellen. Mal so als groben Anhaltspunkt.

Aber im Grunde ist noch alles offen.

Und ich bin verflucht gespannt.