Ich habe mir viele Gedanken darum gemacht, welche Ziele ich erreichen will und warum ich überhaupt die ganze Sache durchziehen möchte. Ich habe mich schon im letzten Blogeintrag dazu ausgelassen, aber ich bin in den letzten Tagen zur Überzeugung gekommen, dass ich einen „ganzheitlicheren“ Ansatz wählen muss.

Ich glaube, es war Mystery, der den Satz in den Mund genommen (oder zu Papier gebracht) hat:

“It’s not just about picking up girls. It’s about building a life!”

Ich möchte glücklich sein mit dem Leben, das ich führe. Ich möchte nicht mit dem Gedanken leben, dass es besser laufen könnte, wenn ich nur wollte. Ich möchte nicht nach Jahren zurückschauen und feststellen müssen, dass ich nicht das Bestmögliche rausgeholt habe, weil ich selbst nicht mein Bestmögliches gegeben habe.

Ich möchte das Leben genießen, in vollen Zügen. Dazu müssen verschiedene Bereiche meines Lebens stimmig und im Gleichgewicht sein – die Bereiche, an denen ich vorerst am aktivsten arbeiten möchte, sind: Frauen, Freunde und Job.

Ich zitiere einen kleinen Abschnitt von djbc.de, einer Website, die ein eigenes Bootcamp entwickelt hat (und das ich an sich auch ganz nett finde,  aber vorerst nicht verfolgen werde. Das klassische DJBC soll auch in Zukunft im Mittelpunkt stehen):

Es gibt Leute, die sitzen den ganzen Tag vor der Glotze oder vor ihrem PC und draussen läuft das Leben an ihnen vorbei. Und irgendwann kommen jene dann an diesen Punkt, dass sie irgendetwas vermissen Sie wissen tief in sich drin, dass es etwas mit einem Leben da draussen zu tun hat.

Die Ziele, die ich mir gesetzt habe sollen dazu beitragen, dass ich aktiv an den oben genannten Bereichen meines Lebens arbeite. Ich bin mir momentan noch unsicher, ob ich mir damit nicht zu viel aufbürde. Sicher bin ich mir aber zumindest, dass jeder Tag, an dem ich nicht aktiv an meinem Leben arbeite, ein Tag ist, der nicht mehr wiederkommt. Vielleicht habe ich mit Mitte 20 irgendwie Torschlusspanik bekommen. So fühle ich momentan. Aber wenn es hilft, mir selbst in den Arsch zu treten, dann soll es mir recht sein.

Die Ziele:

  1. Ich möchte ein sozialerer Mensch werden.
  2. Ich möchte an Selbstbewusstsein gewinnen.
  3. Ich möchte mit einer positiveren Einstellung durch den Tag gehen.
  4. Ich möchte den Umgang mit Frauen lernen und perfektionieren.

Das sind die großen Vier. Die Ziele, auf die ich hinarbeiten will und die – da bin ich mir sicher – mein Leben grundlegend und positiv verändern werden, wenn ich sie erreiche (oder sie zumindest anstrebe, die tatsächliche Erreichbarkeit sei vorerst mal dahingestellt).

Ich habe mir auch darüber Gedanken gemacht, was ich konkret tun kann, um auf diese Ziele hin zu arbeiten:

Ad 1:

Die Uni fängt bald wieder an. Ich habe in meinem letzten Semester wenig Wert auf soziale Kontakte zu meinen Kommilitonen gelegt. Des öfteren habe ich alleine zu Mittag gegessen und das war mir nicht wenige Male auch ganz recht so. Im Grunde war mir der Bereich meines Lebens recht egal: Mein Leben hat sich außerhalb der Uni abgespielt, ich hatte meine feste Freundin als Fixpunkt. Das soll sich nun ändern: Ich möchte mein Uni-Leben reichhaltiger gestalten, als ich das zuvor getan habe. Ich habe dort noch zwei Jahre vor mir, und die möchte ich nutzen, indem ich einfach mehr Leute kennen lerne, mehr Parties mitnehme, weniger alleine in Mensa und Café sitze und alte Bekanntschaften auffrische und pflege.

Ich setze mir das Ziel, mindestens einmal am Wochenende auszugehen. Ich will gar nicht verschweigen, dass ich es ganz verlockend finde, auch mal einen Abend alleine zuhause zu verbringen, ganz in Ruhe. Und diese Ruhe dann zu zelebrieren: In Unterwäsche mit Bademantel, Junkfood und einer oder zwei guten DVDs. Das werde ich mir auch nicht komplett versagen, aber es verliert deutlich an Reiz, falls das zwei Tage hintereinander geschieht. Deshalb: Mindestens einmal am Wochenende unter Leute. Ob das nun Disko, Bar, Kino, Restaurant, Café oder gemeinsames Kochen ist, ist egal. Ob nüchtern oder betrunken ist auch egal. Hauptsache nicht ich allein für mich.

Ich versuche zu jeder Gelegenheit laut „Ja!“ zu sagen, die mich mehr zu einem Social Guy werden lässt.

Ein Beispiel:  Eine Freundin und ich werden wohl im kommenden Wintersemester einen Tanzkurs an der Uni besuchen. Das bringt nur Positives mit sich: Ich tu‘ einen Schritt aus meiner Comfortzone heraus, ich betrete Neuland, ich komme unter Menschen und ich lerne tanzen. Ich entwickle mich weiter!

Ein anders Beispiel: Ich habe es lange Zeit vermieden, während meines Praktikums in die Küche  zu gehen, um mir einen Kaffee zu holen,  wenn ich gehört habe, dass sich gerade jemand darin aufhält. Die Entschuldigung für mich selbst war, dass ich nur unnötig warten müsse, bis der Kollege sich seinen Kaffee gezapft hat. Es steckte aber mehr dahinter: Ich wollte nur vermeiden, smalltalken zu müssen und notfalls eine – wie ich dachte – unangenehme Stille über mich ergehen zu lassen, wenn es nichts zu reden gab und ich auf meinen Kaffee wartete. Genau dieses Verhalten habe ich versucht in den letzten Wochen meines Praktikums abzustellen.

Nur so als Beispiel, damit man sieht, was ich damit meine, zu jeder Gelegenheit ja zu sagen, die mich sozialer werden lässt. Davon gibt es tausende.

„Talk to anyone!“ soll mein neuer Leitsatz werden.

Ad 2:

Dieser Punkt ist eng mit dem vorhergehenden verwoben. Ich möchte selbstbewusster werden – insbesondere was die Interaktion mit anderen betrifft. Ich möchte Blickkontakt halten können, mit Männern wie mit Frauen. ich möchte mir eine selbstbewusstere Körperhaltung antrainieren, beziehungsweise meine jetzige weiter verbessern.

In einem anderen Blog, den ich momentan leider nicht wieder finden kann, habe ich über eine Idee gelesen, das ich als Konzept der Kleinen Siege bezeichnen will: Es geht darum, Dinge, die man im Alltag wegen mangelndem Selbstbewusstsein (nicht) tut, ganz bewusst zu tun (beziehungsweise nicht zu tun). Als Beispiel sei eine Situation genannt, an der du beim Starbucks an der Kasse anstehst, hinter dir eine Schlange bis zur Tür, und du – statt das zu nehmen, was du immer nimmst – die Verkäuferin hinterm Tresen fragst, was es denn letztendlich mit der Light-Version der Frappuchinos auf sich hat. Nicht weil du die Leute hinter dir nerven möchtest, sondern weil es dich interessiert, und du es im Normalfall in dieser Situation (eventuell sogar generell, ohne den zusätzlichen Druck der Wartenden hinter dir) vermeiden würdest, mit der Verkäuferin über solche Dinge zu reden.

Das war im übrigen ein Beispiel, das sich mehr oder weniger so vor ein paar Tagen in meinem Leben ereignet hat. Das Konzept der Kleinen Siege mag lächerlich klingen, aber ich glaube, es handelt es sich da um eine ganz mächtige Sache, die, bewusst und konstant durchgeführt, zu deutlichen Steigerungen des Selbstbewusstseins führen kann. Denn letztlich sind das alles Schritte aus der eigenen Comfortzone heraus: Ein ganz zentrales Konzept, das immer wieder auftaucht.

Man kann sich nicht entwickeln, indem man der bleibt, der man die ganze Zeit war; indem man stets innerhalb seiner kleinen Box bleibt.

Ad 3:

Zu oft stehe ich mit einer Kacklaune auf, fahre mit einer Kacklaune zur Arbeit oder in die Uni und lege diese Kacklaune erst ab, wenn der Tag schon in vollem Gange ist – oder vielleicht auch nicht, vor allem dann, wenn er sich nicht so entwickelt, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Gedanke, Frauen anzusprechen, kommt mir, wenn überhaupt, nur dann, wenn mein State knapp unter der Decke steht. Im Normalfall muss schon viel geschehen, damit dieser in die Höhe schießt, im Normalfall dümple ich wenig enthusiastisch vor mich hin und komme dann in bessere Stimmung, wenn die Arbeit getan und ich auf dem Heimweg bin – dann ist der Tag aber quasi vorbei.

Ich möchte mir eine positivere Einstellung zum Tag und eine freundlichere Ausstrahlung zulegen – auch (oder gerade) im Alltag. Im Feel the Fear and Do It Anyway (FFDA) bin ich dem Konzept der Affirmationen begegnet: Selbstgespräche quasi, Sätze, die man regelmäßig wiederholt und die das Unterbewusststein beeinflussen sollen, selbst wenn man bewusst gar nicht daran glaubt. Dieses Konzept möchte ich ausprobieren. Dazu habe ich mir Gedanken gemacht, welche Einstellung und welche Überzeugungen mir fehlen, habe mir meine größten Limiting Beliefs rausgesucht (entsprechend der Empfehlungen dieses guten Postings) sechs Affirmationen erstellt, die ich mir morgens, abends und bei Bedarf auch während des Tages laut aufsagen werde. Nur an mich selbst gerichtet, und nach Möglichkeit natürlich ohne Zuhörer:

  • Ich sehe extrem gut aus
  • Ich fühle mich in jeder Situation absolut wohl in meinem Körper.
  • Jede Frau findet mich attraktiv und will Sex mit mir.
  • Jede Frau möchte von mir angesprochen werden und freut sich, wenn ich das tue.
  • Ich habe Spaß an der Kommunikation und kann fremde Frauen in jeder Situation ansprechen.
  • Durch jeden Approach gewinne ich, jeder Korb ist eine Auszeichnung für mich und macht mich besser.

Die Affirmationen dürfen im übrigen ruhig arrogant rüberkommen. Ich glaube, das Ziel habe ich erreicht. Es ist mir schon fast peinlich.

Ad 4:

Oh, der Klassiker. Die Hauptmotivation. Das Hauptziel. Überhaupt. Ich muss wenig Worte dazu verlieren. Das habe ich schon in vielen anderen Blogeinträgen getan.

Ich muss üben, Frauen zu grüßen. Ich muss üben, einfach so einen Smalltalk vom Zaun brechen zu können. Ich muss üben, den Cold Approach hinzubekommen.

Und mit dem Grüßen will ich anfangen.

Wenn man diese vier Punkte in ihrer Gesamtheit betrachtet, fällt auf, dass das DJBC relativ viel von dem abdeckt, was ich mir als Mittel und Weg erdacht habe, um die großen vier Ziele zu erreichen. Deshalb erscheint mir das DJBC nach wie vor als Mittel der Wahl, um mich auf den rechten Weg zu bringen. Ergänzt um ein paar Dinge:

  • tägliche Affirmationen
  • häufigeres Ausgehen
  • „Talk to anyone!“
  • Konzept der Kleinen Siege

Als Startdatum habe ich mir den Semesteranfang gesetzt, der in der Woche vom 18. Oktober liegt. Die vier Ergänzungen zum DJBC werde ich aber schon in den nächsten Tagen in Angriff nehmen. Ganz besonders gespannt bin ich, wie sich die Affirmationen auswirken werden. Im Normalfall stehe ich allem, was auch nur entfernt ans Esoterische heranreicht mehr als skeptisch gegenüber. Aber da ich inzwischen so oft über diese Idee der Beeinflussung des Unterbewusstseins gestolpert bin, möchte ich es einfach mal darauf ankommen lassen. Verlieren kann man dadurch ja definitiv nichts.